Sophia Beli
Autorin



Motivation

Ziele sind die Richtung, in die wir losgehen. Jede Handlung ist danach ausgerichtet - zumindest sollte es so sein. Aber was ist, wenn die eigenen Gedanken uns davon abhalten, den nächsten Schritt zu machen? Wenn man sich schlecht fühlt oder einfach dieses nervöse Kribbeln im ganzen Körper verspürt, das einen lieber die Social-Media-Apps öffnen lässt? Selbstmotivation ist hier mein Schlüssel zum Glück. Oder zum Ziel?

Selbstsabotage erkennen


Warum stehen wir uns selbst im Weg?

Momentan lese ich ein Buch für meine persönliche Weiterentwicklung - das Buch an sich tut hier nichts zur Sache, obwohl es wirklich empfehlenswert ist. Es ist auf Englisch, was an sich schon eine kleine Herausforderung für mich darstellt. Aber außerhalb der Komfortzone liegt ja bekanntlich unser größtes Wachstum. Aber ich schweife ab …

Ich habe also mit dem ersten Kapitel begonnen, habe die erste Seite gelesen und plötzlich … Ich weiß nicht einmal, wie ich den Impuls benennen soll, den ich mit einem Mal verspürte. Es war reine und erschreckende Unruhe.

Ich legte das Buch zur Seite.

Dann griff ich zu meinem Handy und öffnete Instagram. Ich scrollte durch meinen Feed, trank einen Kaffee oder begann zu putzen. Dabei sollte ich vielleicht betonen, wie sehr ich putzen verabscheue. Eigentlich verhalte ich mich nämlich beim Putzen eher wie bei dem oben genannten Buch.

Ich könnte hier jetzt erklären, wie lange das so ging.

Ein ewiges Hin und Her. Zwei Seiten in mir. Die eine, die mich immer wieder zum Buch greifen ließ und die andere, die mich so viele Ablenkungsversuche starten ließ, dass einem schwindelig wird. Dabei wurde mein Geist auch immer einfallsreicher.

Irgendwann legte ich also das Buch wieder zur Seite, erhob mich, als mein Göttergatte mich ansprach. Er fragte, was los sei. Zuerst konnte ich nicht einmal den Finger darauflegen. Schnell wurde uns beiden aber klar, dass die Autorin gerade Themen ansprach, die mich erheblich getriggert haben. Teilweise hätte ich das Buch sogar am liebsten in den Müll geworfen und zu solch extremen Ausbrüchen neige ich nicht. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich eine recht hohe Impulskontrolle habe (außer bei Schokolade).

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich die Erkenntnis ohne meinen Göttergatten gehabt hätte. Oder zumindest nicht so schnell.

Nur was macht man mit der Erkenntnis, dass man sich meisterhaft selbst sabotiert? So konnte es nicht weitergehen, ich brauchte also eine Strategie.


Selbstreflexion. Und dann?


Mein beispielhaftes Verhalten an dem Buch kann man auf sein komplettes Leben ausweiten. Dabei hat jeder eine andere Art von Strategien, um sich nicht mit seinen Dämonen zu beschäftigen.

Die einen putzen, die anderen sind nur auf Achse. Für weitere Personen ist es die Arbeit, in die sie sich stürzen, um nicht über ihre Schatten im Leben nachzudenken. Ich öffne wie selbstverständlich Instagram und beame mich aus der Realität (ein klassisches Beispiel für Prokrastination und Selbstsabotage).

In dem Buch „Digitale Achtsamkeit für Selbstständige“ von Aikaterini Pegka hat sie die Zeiten hochgerechnet, die wir auf den sozialen Plattformen verbringen. Wenn wir nämlich täglich 2 Stunden auf Social Media verbringen, sind das 2,5 Tage im Monat, also 1 Monat im Jahr. What???

Da kann ich nur von Glück reden, dass ich mir schon vor längerer Zeit ein Zeitlimit eingefügt habe. Nach zwei Minuten geht die App zu. Klar, am Anfang habe ich immer wieder auf „Limit ignorieren“ gedrückt, aber schnell habe ich begriffen, dass ich mir damit selbst keinen Gefallen tue. Aber das sagt mein Verstand, nicht mein Stammhirn, dass mich vor all dem Schmerz bewahren will. Schließlich haben wir ja nur bis hierhin überlebt, weil wir nicht genauer hingesehen haben.

Schon seit meiner Kindheit habe ich beschlossen, dass ich hinschauen will. Ich möchte glücklich sein. Und ich befürchte, das gelingt mir nur, wenn ich meinen persönlichen Dämonen gegenübertrete und ihnen die Stirn biete.

Nur wie? Wie ist man dazu in der Lage, wenn die Welt da draußen so viele Möglichkeiten bietet, um sich abzulenken? Netflix, TikTok und Co. sind ja nicht grundlos so beliebt.

Das Führen eines Journals hat mir hier geholfen. Hinzu kommt, dass wir uns abends als Familie immer unsere Dankbarkeiten erzählen. Das sind oft kleine Dinge, die uns über den Tag hinweg erfreut haben. Manchmal ist es eine Blume am Straßenrand, weil sie uns zum Lächeln bringt. An anderen Tagen, dass jemand an uns gedacht hat und uns eine Nachricht geschrieben hat. Was uns zu Beginn noch schwerfiel (auch hier: jeder Tag ist anders. Mal fallen uns zehn Dinge ein, manchmal interpretieren wir Dinge etwas großzügiger. Aber wir bleiben dran.)

Dir werden irgendwann Muster auffallen. Aber das passiert nicht, wenn du dir keine aktiven Gedanken darüber machst. Da liegt verborgene Magie. Wenn man genauer nachliest, stößt man immer wieder auf das Wort „Warum“. Man soll sein Warum kennen, damit man auch in schlechten Zeiten weitermacht. Damit man nicht aufgibt, auch wenn wieder einmal ein schlechter Tag dabei ist. Weitermachen, Richtung neu justieren und weiter.

Jahrelang habe ich mich schlecht gefühlt, weil ich doch weitergemacht habe und trotzdem nicht meine Ziele erreicht habe. Wenn ich wieder einen Tag hatte, an denen die Dämonen lauter waren als der Seelenruf. An denen ich wieder zur Schokolade gegriffen hatte, anstatt mich gesund zu ernähren.

Heute habe ich für mich erkannt, dass es gar nicht um ein „Immer“ geht. Wir dürfen zweifeln, wir dürfen auch mal rasten. Letztlich geht es darum, nicht kurz vor dem Ziel aufzugeben. Und das gelingt mir nur, wenn ich mich selbst motiviere.


Selbstmotivation steigern

Meine Strategien gegen Prokrastination (hört sich ja schon nach einem tollen Untertitel für ein Buch an).

Als Autorin höre ich immer wieder „Du schreibst täglich? Das könnte ich nicht. Ich würde mich ablenken lassen.“ Merkwürdigerweise steht das für mich gar nicht zur Diskussion – nicht wie beim Sport.

Vermutlich kann ich das, weil ich mein „Warum“ kenne. Richtig benennen könnte ich es allerdings nicht. Es sind eher die Worte, die aus mir herauswollen. Die Geschichten, die ich erzählen möchte. Auch wenn ich manchmal daran zweifle, ob sie überhaupt jemand liest. Gut, die Käufe und gelesene Seiten belegen ja das Gegenteil, aber die Dämonen rufen eben nicht unbedingt logisch.

Und weil ich mein Warum kenne, wollte ich meinen Fokus verbessern, trotz Ablenkung. Denn mal ehrlich, wir können nicht beeinflussen, wie oft unser Handy klingelt, wie viele E-Mails über den Tag eintrudeln. Wir können nur unser Verhalten ändern. Und das bedeutet, dass wir uns entscheiden dürfen. Wir dürfen uns fragen, wollen wir 24/7 verfügbar sein? Muss jede E-Mail innerhalb weniger Minuten gelesen und beantwortet werden?

Seit Anfang des Jahres nutze ich einen Planer, mit dem ich mich sonntags hinsetze, um die Woche für mich zu planen. Ich schreibe meine Wochenziele auf und welche Zwischenschritte dafür wichtig sind. Dann kann ich mich mit deren Hilfe zu meinem eigentlichen Ziel vorarbeiten.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich auch während der Arbeit leicht ablenken lasse. Hier kommt eine Mail rein, dann ruft jemand an, am nächsten Tag streiken die Bahnen und ich muss die Kids zur Schule fahren sowie auch wieder abholen. Das sind meistens Situationen, die mich gestresst haben. Sie hielten und halten mich ja schließlich von meinem Ziel ab.

Bodo Schäfer sagte in einem seiner Seminare, dass wir unsere Werte und deren Gewichtung kennen sollten. Meine Top 3 sind: Gesundheit, Familie und meine Kreativität. Okay, keine weltbewegende Erkenntnis, das predigen ja einige. Aber der wirkliche Aha-Moment in seinem Vortrag bekam ich, als er sagte, dass sie sich niemals gegenseitig ausschließen. Denn nur wenn ich mich um meine Gesundheit kümmere, kann ich auch für meine Familie sein. Geht es meinen Lieblingsmenschen gut, dann habe ich diesbezüglich keine Sorgen. Ich kann mich also voll und ganz auf mein Business, mit dem ich meine Kreativität auslebe, konzentrieren. Und wenn ich mich um mein Autoren-Dasein kümmere, tue ich das auch für meine Liebsten. Auch wenn ich in dem Moment keine Zeit mit ihnen verbringe. Das war damals so mindblowing für mich. Dabei frage ich mich heute, wie ich das anders habe sehen können. Aber so ist das eben mit Erkenntnissen, die einen tief erschüttern. Sie verändern unser Leben, indem sie die Sicht auf Dinge verändern.

Also habe ich meine Werte genommen und mir ein System überlegt, wie ich ihnen entsprechen kann.

Mir persönlich hilft da Struktur. Also brauchte ich einen Plan.

Feste Zeiten, wie einen Stundenplan. Um halb acht setze ich mich an den Computer. Und dann?

Hier heißt das magische Wort: Pomodoro-Methode. Hierbei stellt man sich einen Timer auf 25 Minuten, in denen man voll konzentriert arbeitet. Dann 5 Minuten Pause. Aufstehen, bewegen, Rücken drehen und rollen, den langersehnten Toilettengang oder bei meinem Göttergatten einen Kuss abstauben.

Auch wenn ich immer wenn der Wecker klingelt, glaube, dass nicht wirklich wieder 25 Minuten vergangen sein können, arbeite ich auf diese Weise viel konzentrierter. 25 Minuten, in denen ich mich nur auf meine Buchhaltung konzentriere. 25 Minuten, in denen ich schon einmal den ersten Teil dieses Blogbeitrags geschrieben habe.

Außerdem habe ich mir zusätzlich eine Habit-App zugelegt, die mich im Laufe des Tages oder der Wochen an manche Dinge erinnert. Gedankendusche, Sport und Meditation. Basics, die ich allerdings gern beiseitegeschoben hatte, als die Zeiten stressig waren. Heute sind sie meine Priorität, denn ich bin ebenso wichtig.

Fokus, Magie und ein bisschen Selbstdisziplin. Denn den Wecker / Timer muss man schon selbst stellen. Das funktioniert nicht nur beim Schreiben. Putzen, aufräumen, Gartenarbeit. Alles. Läuft so viel leichter. Einfach ausprobieren.

Jetzt bist du dran? Wie motivierst du dich? Wenn du etwas gern magst, dann funktioniert das ja von allein, aber wenn es zum Sport gehen soll?

Für Autoren habe ich hier noch ein kleines Freebie. Denn mir hilft es beim Schreiben, meinen Fortschritt auf dem Papier zu sehen. Daher habe ich mir Wort-Fortschritt-Bilder oder Word-Counter gebastelt. Die streiche ich ab, sobald ich eine Marke überschritten habe. Ein tolles Gefühl. Es lohnt sich.

Word-Count-Vorlage Sommer Klick auf das Bild, um dir die pdf Datei herunterzuladen.


Word-Count-Vorlage Cowboy-Liebe Klick auf das Bild, um dir die pdf-Datei herunterzuladen.


Word-Count-Vorlage Drachen-Liebe Klick auf das Bild, um dir die pdf-Datei herunterzuladen.



Zurückk zum Glitzer-Blog


Hier geht es zum Buch mit "MEINEM" Meermann

Kasha - Vom Meermann geküsst


Wenn dir die mythische Geschichte egal ist, du vielmehr auf Hexen stehst, dann schau gern in diesem Beitrag nach...

Magie und Hexen