Sophia Beli
Autorin

Folge dem weißen Kaninchen …

(Ich suche dein Wort!)

Äh, der Freude, meinte ich.


Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der viel Freude empfindet. Dafür reichen Kleinigkeiten aus: ein Schmetterling, der meinen Weg kreuzt; ein Kinderlachen in der Ferne; das Lächeln einer fremden Person oder die selbstgemachte Marmelade aus dem Vorjahr – köstlich.

Erinnerungen an frühere Buchaktionen

Das Faszinierende an unserem Gehirn ist, dass es immer nach Lösungen sucht. Dafür müssen wir oftmals nichts Aktives tun. Na gut, wir können uns Fragen stellen, um alles in Gang zu bringen. Aber die Lösung findet unser Gehirn oft erst, wenn wir ihm die Arbeit überlassen. Denn mit Zwang funktioniert es eher schlechter. Ich denke, dass jeder die Situation kennt, wenn man etwas verlegt hat. Solange man danach sucht, verzweifelt man. Aber wenn man sich entspannt und etwas völlig anderes macht, dann weiß man plötzlich, wo man diesen verflixten Schlüssel hingelegt hat.

Also lautet mein Rat: Grüble nicht alle fünf Minuten nochmals angestrengt über dasselbe Problem nach.

Als ich mir also die offene Frage stellte, was mir eigentlich am Buchschreiben gefällt, kamen mir irgendwann gemeinsame Buchaktionen mit meinen Lesern und mir in den Sinn, die ich zu Beginn meines Autoren-Daseins ins Leben gerufen hatte.


Ein Kribbeln breitete sich in meinem Magen aus, das ein sicherer Wegweiser zur Freude ist. In meinem nächsten Newsletter schrieb ich, dass ich mir überlege, diese Buchidee wieder aufleben zu lassen.


Innerhalb eines Monats bekam ich schon die ersten Reaktionen darauf.

Kurz fragte ich mich, wie das sein konnte.

Doch dann begriff ich es: Die Idee gefällt nicht nur mir, sondern auch meinen Lesern. Oder liegt es an meiner Freude, die man aus den Worten heraushört?


Wie meine Leser meine Geschichten mitgestaltet haben

Als ich 2015 meinen ersten Liebesroman schrieb, war ich erfüllt von dieser Euphorie. Damals meldete ich mich zum ersten Mal auf Facebook an, weil ich privat keinen Sinn in Social Media fand. Ich lernte neue Menschen kennen und traf sie auch im realen Leben – was ich viel mehr schätze.

Damals waren meine Kinder noch sehr jung. Bevor sie ins Bett gingen, haben wir ihnen immer ein paar Seiten aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen. Manchmal haben wir uns auch selbst Geschichten ausgedacht. Dabei musste jeder ein Wort sagen, das der Geschichtenerzähler dann einbauen musste.

Das Konzept machte mir so viel Spaß, dass ich es als gemeinsames Buchprojekt ins Leben rief. Über mehrere Jahre sind insgesamt mit dieser Mitmachaktion drei Bücher entstanden. Dabei war alles dabei. Von »Zimmermädchen« über »Donauschifffahrtsgesellschaftskapitänshosenträger« bis hin zur »Zylinderkopfdichtung«.


Das Zimmermädchen wurde zur Protagonistin, die mit dem Wiederholen von »Donauschifffahrts- gesellschaftskapitänshosenträger« beweisen musste, dass sie nicht alkoholisiert war.

Das Prinzip also ist einfach.

Die Geschichten waren natürlich von mir, aber manche Worte stammten aus den Federn einiger anderer. Es war eine lustige Zeit, die allen Beteiligten Spaß machte.


An diesem Gefühl möchte ich wieder anknüpfen.

Jetzt bist du gefragt: Schick mir dein Wort!

Mittlerweile liegen beinahe zehn Jahre zwischen meinen Anfängen und heute. Ich habe mich verändert, mein Pseudonym gewechselt ebenso wie meine Art, Bücher zu schreiben. Vom Genrewechsel von Liebesroman zu Romantasy ganz zu schweigen.


In erster Linie geht es um die Freude.

Und ich denke, dass es mir weiterhin ein Strahlen ins Gesicht zaubern würde, fremde Worte in meine Geschichten einzuweben. Es ist eine Herausforderung, weil sie ja nicht auffallen sollen. Okay, »Donauschifffahrtsgesellschaftskapitänshosenträger« hätte ich niemals freiwillig verwendet und allein durch die Wortlänge fällt es bereits auf. Aber es sind da eher die ungewöhnlichen Worte als der Fluss der Geschichte. Zumindest soll es so sein.


Du willst dir das persönlich anschauen? Dann kommt hier der Aufruf zur Mitmachaktion:
Reiche mir bis zum 30.09.2026 ein Wort per E-Mail ein, das ich in meine Geschichten einbauen soll. Unbedingt auch den Namen eintragen, den ich in meinem Buch nennen darf, sonst muss ich leider nur »Anonym« daneben schreiben. Das wäre ja schade.


Ist das nicht auch ein Grund für ein Gewinnspiel? Unter allen Teilnehmern verlose ich zwei Bücher (e-Book oder Taschenbuch dürfen die Gewinner jeweils aussuchen). Hier geht es zu den Gewinnspielbedingungen. Jeder, der meinen Aufruf über Social Media teilt und mich dabei verlinkt (nutzt gern mein Bild), hüpft ein weiteres Mal in den Lostopf.


Ich bin schon jetzt gespannt, welche ungewöhnlichen, lustigen oder vielleicht sogar verrückten Wörter mich erreichen werden. Vielleicht findet sich dein Wort schon bald in einer meiner Geschichten wieder.


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